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18.03.2007: Windows Vista kaufen - aber welche Variante? Haben Sie auch schon mit dem Umstieg auf Windows Vista geliebäugelt oder das Betriebssystem auf einen neu gekauften Rechner vorinstalliert bekommen? Vielleicht haben Sie sich ja dann auch schon (wie ich) gefragt, was eigentlich genau der Unterschied zwischen den vier wesentlichen Varianten von Microsofts Betriebssystem ist. Bei der Suche nach einer Antwort findet man im Netz zwar eine Reihe von Infos (z. B. hier von Microsoft, hier gibt es noch eine PDF-Datei und hier eine Übersichtstabelle), aber entweder wird man mit Daten erschlagen oder man findet wenig aussagekräftige Auflistungen. Beides hilft nicht gerade, eine klare Kaufentscheidung für die eigenen Bedürfnisse zu fällen. Ich habe mir daher die Mühe gemacht und mich durch die Neuerungen und Unterschiede der Vista-Editionen gewühlt. Das Resultat ist die unterere Tabelle, die sich allein auf die (wichtigsten!) Funktionen konzentriert, die bei den Editionen unterschiedlich sind. Eine weitere, ausführlichere Erklärung der Neuerungen von Windows Vista finden Sie im meinem PC-Lexikon 2007. Außerdem können Sie Vista auch über eine spezielle Webbrowser-Umsetzung ausprobieren. Microsoft bietet dazu das Windows Vista Business Test Drive an, das jedoch in Englisch läuft und für das man sich anmelden muss. Und natürlich eine schnelle DSL-Verbindung braucht. Wenn Sie sich unsicher sind, ob Ihr älterer Rechner überhaupt Vista-tauglich ist, hilft vielleicht der Upgrade-Advisor von Microsoft. Wessen Rechner älter als 1-2 Jahre ist, sollte nach meiner Meinung aber eher gleich an den Kauf neuer Hardware denken, denn um mit Vista flüssig und angenehm zu arbeiten, ist schon ein moderner Core2Duo-PC mit 2 GByte RAM angebracht.
Wie bei Microsoft Office 2007 (siehe diesen Newsartikel dazu) rate ich beim Kauf zu den günstigen SystemBuilder-Versionen. Sie werden von manchen Händlern auch OEM-Versionen genannt. Wenn Sie etwas im Internet mit Preissuchmaschinen recherchieren, sollten Sie beispielsweise Windows Ultimate für ca. 160-170 Euro finden. Als Quelle habe ich dafür den recht günstigen Online-Shop von Mix-Computer genommen. Anders als bei Office 2007 wird der Datenträger (eine DVD) mitgeliefert, man muss also nicht ein zusätzliches MediaPack kaufen. Wer kein DVD-Laufwerk hat, kann bei Microsoft auch nachträglich eine alternative CD-Version anfordern (nur 32-Bit, gegen eine Bearbeitungsgebühr von ca. 12 Euro, für die man aber schon fast ein DVD-Laufwerk bekommt). Weiterhin zu beachten: anders als bei der Vollversion von Vista Ultimate werden auf dem Datenträger der SystemBuilder-Version nicht gleichzeitig die 32- und 64-Bit-Version mitgeliefert. Man muss sich beim Kauf also direkt zwischen einen der beiden Varianten entscheiden. Was genau "64-Bit" bedeutet und welche Vorteile diese Versionen haben, finden Sie ausführlich im PC-Lexikon erläutert. Wer eine im Einzelhandel verkaufte Vollversion gekauft hat (gilt soweit ich weiß nicht für SystemBuilder-Versionen) kann nachträglich eine 32-Bit-Version auch gegen eine 64-Bit-Variante umtauschen lassen. Die Lizenz gilt dann aber natürlich nur für je eine Installation (also entweder 32-Bit oder 64-Bit). Zu welcher Version rate ich? Generell gilt: Wer weniger als 4 oder 8 GByte Arbeitsspeicher verwendet, sollte vorerst bei einer 32-Bit-Version bleiben. Wer große Mengen RAM hat/benötigt, kommt um 64-Bit aber nicht herum. Es gibt übrigens jede Vista-Edition wahlweise mit 32- oder 64-Bit. Wer seinen PC als Freiberufler einsetzt oder auch privat eher damit arbeitet, sollte zur Business- oder Ultimate-Variante greifen. Eine besondere Bedeutung messe ich der Funktion "Schattenkopie" zu, die eine automatische, sequentielle Sicherung von Dokumenten über die Systemwiederherstellung ermöglicht. Wer mit wichtigen Dokumenten arbeitet, die regelmäßig überarbeitet werden, für den kann das eine sehr wichtige Neuerung sein. Wer auf Multimedia-Funktionen wie das MediaCenter verzichten kann - oder hier lieber die Tools anderer Hersteller einsetzt, ist mit der Business-Version ausreichend versorgt. Wer jedoch Vista in einer virtuellen Machine eines PC-Emulators wie VMware (ist im Lexikon erläutert) laufen lassen möchte, für den bietet die Ultimate-Version den großen Vorteil, dafür eine zusätzliche Lizenz zu enthalten. Die Home Premium-Version erscheint mir zu stark beschnitten und nur für Einzelplatzrechner interessant, die überwiegend als Medien- bzw. "Spaß"-PCs verwendet werden. Sie dürfte aber (leider) die am häufigsten verwendete Variante sein, die man auf Komplett-PCs und Notebooks vorinstalliert bekommen. Wenn man die Wahl hat, würde ich hier eher etwas mehr Geld ausgeben und zu Business oder Ultimate greifen. Dass sich die Home-Versionen im Firmeneinsatz sowieso ganz ausschließen, dürfte bekannt sein (weil schon bei Windows XP der Fall) (av/pc-lexikon.info). Ergänzende Artikel im Lexikon 2007: Windows Vista, 64-Bit, Core 2-Prozessor, Arbeitsspeicher Gefallen Ihnen diese kostenlosen und werbefreien Informationen? Dann unterstützen sie mich bitte durch den Kauf meiner Bücher. |