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01.11.2006: Internet Explorer 7 in Deutsch verfügbar (finale Version) Rund 2 Wochen nach der englischen Version hat Microsoft gestern auch die offizielle deutsche Seite zur finalen Version des Internet Explorer 7 (IE7) online gestellt. Einen korrekt funktionierenden Download konnte man zuerst aber - aus welchen Gründen auch immer - nicht finden. Der Download-Befehl führte auf die englisch- und nicht deutschsprachige Variante des IE7. Erkennbar am Namen der Exe-Datei: lautet diese am Ende auf x86-enu.exe (und nicht x86-deu.exe), so handelt es sich um das englische Original. Update 02.11.2006: im Verlauf des gestrigen Abends hat Microsoft endlich die richtigen, deutschen 32-Bit-Versionen verlinkt. Auf die 64-Bit-Varianten muss man allerdings immer noch warten.
Bezugsquellen: Man kann den Browser über diese zentrale Downloadseite herunterladen, der nachfolgende Link führt dagegen direkt zur Downloadseite für Windows XP+SP2 (32 Bit). Alternativ wird Microsoft den Browser in nächster Zeit auch über das automatische Windows-Update auf die Rechner der Anwender schieben. Wer das nicht möchte, muss auf der Windows-Update-Seite "Benutzerdefiniertes Update" wählen und den Download manuell deaktivieren. Ich empfehle das aber nicht. Für Administratoren gibt es ein Toolkit zur Deaktivierung des automatischen IE7-Updates. Wer nach der Installation seinen Browser mit Add-ons erweitern möchte, findet diese auf einer von Microsoft dazu eingerichteten zentralen Anlaufstelle. Installationsfallstricke: bei Nutzung der zentralen Downloadseite ist keine WGA-Prüfung erforderlich, diese wird jedoch bei der eigentlichen Installation nachgeholt. Außerdem verweigert das Setupprogramm auf solchen Rechnern die Installation, bei denen das Windows-Update ausgeschaltet ist und der Rechner bezüglich der für das Online-Update benötigten ActiveX-Controls nicht auf neusten Stand ist. Sollte die IE7-Installation also mit einer Fehlermeldung abbrechen, gehen Sie auf windowsupdate.microsoft.com und lassen Sie dort Ihren Rechner auf den neusten Stand bringen. Um eine mehrfache Lizenzprüfung kommt bei diesem Prozess also kein Anwender herum. Für Schwarzkopierer wird es also immer enger. Übrigens: wer auf seinem System bereits eine Vorversion des IE7 installiert hatte, braucht sich keine Gedanken zu machen. Das Setupprogramm erkennt diese, deinstalliert sie zuerst, startet das System neu und installiert dann automatisch die Final-Version. Danach ist meist noch ein Neustart erforderlich. Grundsätzlich empfehle ich einen direkten Umstieg. Möglich ist er jedoch nur für Nutzer von Windows XP und Windows 2003-Server; Windows 2000-Anwender bleiben bei dieser Updaterunde außen vor (wie auch schon bei einigen anderen). In Windows Vista ist er bereits standardmäßig enthalten. Langfristig wird man unter Windows XP nicht um den IE7 herumkommen, weil Microsoft seine zukünftigen Programme (z. B. Office 2007), Updates und Sicherheitspatches zunehmend auf den IE7 auslegen wird. Es spricht derzeit auch nichts gegen den Umstieg - außer man kann sich mit dem geänderten Design und Bedienkonzept absolut nicht anfreunden. Die Installation des IE7 ist insbesondere aus Sicherheitsgründen ratsam, allein der integrierte Phishing-Schutz und die standardmäßig nicht mehr von Popup-Fenstern ausschaltbare Anzeige der Adresszeile sind wichtige Verbesserungen. Dabei sollte man auch beachten, dass dies selbst dann wichtig sein kann, wenn man den Internet Explorer nicht als Standardbrowser nutzt. Denn viele Programm wie z. B. Outlook nutzen zur Darstellung von Online-Inhalten Funktionen des IE. Eher wenig erbaulich ist der IE7 übrigens in Bezug auf Webpublishing und die genaue, umfassende Unterstützung von modernen Webstandards wie CSS. Den "Acid2 Browser Test" des "Web Standards Project" besteht der IE7 leider nicht. Wer wie ich darauf gehofft hatte, dass der IE7 beispielsweise endlich Inhalte in iFrames korrekt vertikal zentriert (was bei Opera 9.x kein Problem ist), der sieht sich enttäuscht. Weitere Informationen zu diesen und weiteren Neuerungen des IE7 (Tabbed Browsing, RSS-Feeds, menülose Bedienung etc.) finden Sie im aktuellen PC-Lexikon 2007. Trotz dieser Installationsempfehlung und den Verbesserungen bleibt weiterhin die allgemeine Sicherheitslage beim Surfen mit dem Internet Explorer kritisch. Es sind auch bereits (bisher ungestopfte) Sicherheitslücken aufgetaucht, die den Internet Explorer 7 genauso wie seinen Vorgänger betreffen (beispielsweise hier eine Meldung des US-Cert dazu). Umgekehrt gibt es die erste Meldung über eine erste Lücke, die den IE6, aber nicht den IE7 betreffen soll. Es gilt also nach wie vor die Empfehlung, insbesondere beim Surfen auf Webseiten, deren Sicherheit man nicht einschätzen kann, Firefox 2.x oder Opera 9.x zu verwenden. Oder ActiveX zu deaktivieren, was Microsoft auf dieser Webseite beschreibt. Noch einmal zur Unterstreichung: diese Empfehlung bedeutet im Umkehrschluss NICHT; dass man den IE7 nicht installieren sollte. Das ist aus den gerade weiter oben genannten Gründen dennoch ebenfalls ratsam. Grundsätzlich lautet also die Regel: halten Sie Ihren PC aktuell und spielen Sie alle wichtigen Updates auf, insbesondere von allen Programmen, die eine direkte oder indirekte Verbindung zum Internet haben. (av/pc-lexikon.info). Ergänzende Artikel im Lexikon 2007: Webbrowser, Internet Explorer, Phishing, RSS, CSS Gefallen Ihnen diese kostenlosen und werbefreien Informationen? Dann unterstützen sie mich bitte durch den Kauf meiner Bücher. |