29.09.2006: Kein sicherer Schutz vor Exploits zu Sicherheitslücken in Browsern durch Antiviren-Programme

Wer glaubt, dass... ihn sein Antivirus-Programm vor Sicherheitsrisiken wie den derzeit ungestopften Lücken im Internet Explorer sicher schützt, sollte lieber aus einem netten Traum aufwachen. Laut dieser c't-Meldung ist es erschreckend einfach für die Virenprogrammierer, die Exploits so anzupassen, sodass sie den Antivirenscannern durch die Finger rutschen. Und das gilt für bekannte Exploits bzw. Lücken, ... da mag man sich also ausmalen, wie es für neue gilt, die gerade in Umlauf gesetzt werden. Langsam wird der Zustand unhaltbar - aber eine Änderung ist kaum in Sicht, vermutlich eher im Gegenteil. Wer einen sicheren Rechner haben will, muss mittlerweile eine ziemlichen Aufwand betreiben, regelmäßig alle Programme aktualisieren und bewusst für bestimmte Aktionen (wie Surfen) Programme mit geringerem Risiko einsetzen. Wirklich *sichere* Programme gibt es vermutlich nicht - und wird es vielleicht auch nie geben. Der Apple Mac sind von der Problematik mittlerweile genauso betrofffen wie Linux! Das höchste Maß an Sicherheit könnte man derzeit wohl erreichen, wenn man ein Produktivsystem mit seinen kritischen, wichtigen Daten gar nicht ans Internet hängt. Und stattdessen einen weiteren, einzelnen Rechner NUR fürs das Internet verwendet. Und diesen per Remote Control/Remote Desktop (im Lexikon 2007 ausführlich erläutert!) fernsteuert. Klingt durchgeknallt und aufwendig? Ne, ist es gar nicht und funktioniert durchaus ziemlich gut und performant.