Download 3 - Empfehlenswerte Freeware-Programme (PC und Pocket-PC)

Stand: 21.02.2009

» Abschnitt 1 - Tools (System, Desktop, Grafik, Schrift, PDF, Office) «
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Programmtyp
Name, Link Erläuterung

Desktop-Suchprogramme mit Index-Funktion:

Freeware (allgemein oder bei privater Nutzung)

Microsoft Desktop Search 4.0
(PDF-Dateien über Plug-In durchsuchbar)

Copernic Desktop Search Home
(englisch, gute Oberfläche und Funktionsumfang, Freeware)

Google Desktop Search (GDS)
(indiziert auch Browser-Verläufe und PDF-Dateien. Weitere Formate insbesondere Grafiken über Plug-ins möglich)

 

Desktop-Suchmaschinen sind der neueste Schrei, insbesondere seit dem Google sein Google Desktop und Microsoft ihre MSN Desktop Search herausgebracht haben. Alternativen wie Copernic Desktop Search gibt es aber schon länger.

Die Programme erstellen von möglichst vielen Dateien (am wichtigsten sind Office- UND PDF-Dateien) einen automatischen Schlagwort-Index, in dem sich dann anschließend in Sekundenschnelle suchen lässt. Die allermeisten dieser Lösungen indizieren auch die E-Mail-Datenbanken von Oultook und Outlook Express, sodass man gleichzeitig in seinen Daten im Dateisystem und im E-Mail-Archiv suchen kann. Windows 2000/XP verfügen zwar auch über einen einschaltbaren Index-Dienst bei Verwendung des NTFS-Dateisystems, aber damit werden viel zu wenig Dateitypen und auch nicht das E-Mail-Archiv erfasst. Außerdem fehlt eine erweiterte Suchfunktion mit logischen Verknüpfungen und Feldbefehlen (siehe dazu den Artikel "Internetrecherche" im Lexikon). Besonders wichtig ist außerdem, dass möglichst viele Dateitypen gelesen werden können. Neben Office-Dokumenten sollten v. a. PDF-Dateien indiziert werden. Mit StarOffice bzw. OpenOffice können jedoch nur wenige umgehen. Auch "Nicht-Text"-Formate wie JPEG-Grafiken oder MP3-Audiofiles können erfasst werden, allerdings beschränkt sich die Verschlagwortung hier auf die Dateinamen und Metadaten wie ID3-Tags oder Exif-Informationen (ist im Lexikon erläutert).

Gegen Google Desktop Search (GDS) wurde in den Medien Sicherheitsbedenken geäußert - inwieweit diese berechtigt sind, hängt davon ab, wie man es konfiguriert. Denn es indiziert auch Daten wie den Verlauf besuchter Internetseiten und andere Daten, die für andere Personen sonst nicht so leicht zugreifbar sind. Allerdings kann man das in den Konfigurationseinstellungen ändern. Genauso wie die (optionale!) Übertragung von persönlichen Informationen an Google. Wer seinen PC mit anderen Personen teilt, sollte sich die Installation eines solchen Programmes gut überlegen - bzw. es entsprechend konfigurieren, dass nur gewünschte Dokumente indiziert werden. Wer keine Übertragung seiner Daten ins Internet wünscht, kann außerdem den Datenverkehr ins Netz mithilfe einer Firewall blocken. Ein Vorteil von Google ist die Erweiterbarkeit mit Plug-ins sowie Widgets/Gadgets (im Lexikon 2007 erläutert).

Die Microsoft Desktop Search erscheint mir persönlich das empfehlenswerteste Volltextindizierungsprogramm zu sein, weil es am besten in Windows und Office integriert ist. Und außerdem in Windows Vista Bestandteil des Betriebssystems ist. Wer sich also unter XP daran schon gewöhnt, hat später einen leichteren Umstieg. Mehr dazu in diesem Artikel von mir.

"Rettungstool" für zerkratzte CDs, DVDs :

Teilweise Freeware, teilweise Shareware

IsoBuster

ca. 2,5 MByte

in diversen Sprachen

 

IsoBuster hilft, Daten von "angeschlagenen" CDs bzw. DVDs auszulesen, die z. B. durch Kratzer Leseprobleme haben.

Die Grundfunktionen des Programms können als Freeware kostenlos gelesen werden, die erweiterten Funktionen können als Shareware getestet werden und kosten ca. 25 $ Registrierungsgebühren.

 

CD-/DVD-Brenner-
Programm
:

Für Win9x, 2k, XP

CDBurnerXP Pro

ca. 11 MByte

Englischsprachig

 

CDBurnerXP Pro ist ein vom Handling und der Oberfläche durchaus ansprechendes, recht modern anmutendes Brenner-Programm, das alle wesentlichen Funktionen unterstützt. Von der Daten-CD/DVD bis zur Video-DVD. Bis auf einen mitgelieferten, eingebauten Audio-Editor beschränkt es sich dabei auf die reine Brenner-Funktion (im Unterschied zu den kommerziellen Paketen wie Nero & Co, die mittlerweile zig Multimedia-Zusatzprogramme mitliefern).

Die Mankos bzw. Beschränkungen sind: es kann keine direkten Mehrfachkopien brennen (aber das wiederholte Drücken des "Burn"-Buttons funktioniert als Alternative), es unterstützt (bisher) kein UDF-Format und man kann keine direkten Kopien von CDs/DVDs erstellen. Letzteres lässt sich über den Umweg lösen, dass man den Dateninhalt des Quelldatenträgers auf die Festplatte kopiert (einzeln oder als ISO-Image) und dann wieder zurückbrennt.

Wer das Programm unter Win9x benutzen will, muss sich einen ASPI-Treiber installieren, den man z. B. bei Adaptec bekommt.

Hier gibt's eine deutsche Hilfe bzw. FAQ zu CDBurnerXP Pro.

 

Outlook-Erweiterung:

Nur für Outlook XP/2003

RealAccount

ca. 400 KByte

Englischsprachig

 

RealAccount erweitert die Fähigkeiten von Outlook beim Arbeiten mit mehreren E-Mail-Konten (E-Mail-Adressen). Sie können nämlich einem Ordner damit ein bestimmtes Konto und auch eine bestimmte Signatur zuweisen. D. h.: wenn man den Ordner anwählt und dann den Befehl "Neue E-Mail" aktiviert, wird ein E-Mail-Fenster geöffnet, dass automatisch über das voreingestellte Konto verschickt wird und eine dafür passende Signatur enthält. Natürlich kann man das ganze auch manuell tun, aber mit RealAccount lässt es sich eben automatisieren.

 

Outlook-Erweiterung:

Nur für Outlook XP/2003

SetHolidays

ca. 1,5 MByte

Deutschsprachig

 

SetHolidays erweitert bzw. verbessert eine Funktion, über die Outlook an sich auch verfügt: das automatische Eintragen von Feiertagen in den Kalender. Mit diesem Programm können Sie aber auch Bundesland-spezifische (z. B. NRW) Feiertage auswählen. Und die Feiertage auch mit einem Klick aus dem Kalender wieder entfernen lassen.

 

Outlook-Erweiterung:

XP / 2003: Blockade von Mailanhängen steuern

OLGateKeeper

Mit OLGateKeeper kann man die Sperre der Dateitypen steuern, die aus Sicherheitsgründen in Outlook blockiert werden. Eine Shareware-Alternative mit besserer Bedienung ist "Outlook Attachement Options". Es funktioniert auch bei Outlook 2000, allerdings nur, wenn dort das SP3 für Office 2000 installiert wurde.

Editor
(für Text, HTML etc.) :

EditPad Lite

Proton

 

 

EditPad Lite ist eine abgespeckte Version des ebenfalls sehr leistungsfähigen, kommerziellen Text-Editors EditPadPro. Die Lite-Version ist sehr "handlich" bzw. schlank, daher aber auch schnell und einfach. Wer nur einen etwas besseren, aber nicht zu überladenen Texteditor als Notepad von Windows sucht, ist hier gut bedient. Wer etwas mehr Leistung möchte, sollte zu Proton greifen.

Proton ist ein leistungsfähiger Freeware-Editor, den man für Texte, HTML-Dateien oder Programm-Code verwenden kann. Er bietet für mehr als zwanzig Programmiersprachen eine farbliche Hervorhebung, das Bearbeiten mehrerer Dateien gleichzeitig, eine globale Suchen-Ersetzen-Funktion und vieles mehr. Das Programm ist die Basis des HTML- bzw. Webeditors Phase 5 (siehe weiter unten).

 

3D-Grafik-Programm:

Blender

(Freeware, OpenSource)

Windows, Linux, Mac

Blender ist ein ehemalig kommerzielles 3D-Programm, dass mittlerweile als OpenSource-Projekt weitergeführt wird. Es ist recht leistungsfähig, reicht aber nicht an professionelle (aber sehr teure) Programme wie Maya oder 3D-StudioMax heran. Aber für den Einstieg oder kleinere Projekte ist es sehr gut geeignet.

Tuning-Tool:
Tuning-Einstellungen, Systemüberwachung und RAM-Defragmentierung

Cacheman XP

(Shareware, aber ohne Beschränkung nutzbar)

Für Windows 2000 und XP!

Achtung: hat Probleme mit Hyperthreading- oder DualCore-Systemen bei der CPU-Anzeige.

Der "Performance Enhancer" Cacheman XP ist ein wirklich sehr nützliches Programm. Neben einigen brauchbaren Tuning-Einstellungen erlaubt es v. a. eine Überwachung wichtiger System-Ressourcen wie CPU-Belastung oder freien RAM über ein Mini-Symbol im Uhrbereich der Taskleiste. Außerdem verfügt es über eine Defragmentierungs-Funktion für den Arbeitsspeicher. Wer viel RAM hat und öfter Programme nutzt, die beim Beenden nicht allen Speicher wieder freigeben, kann mit Cacheman sein System recht gut tunen.

Das Programm funktioniert sowohl unter Windows 2000 wie auch XP. Obwohl es Shareware ist (25$) kann es ohne Begrenzung benutzt werden.

Drucker-Tool:
Druckdateien (PRN, PS) unter Windows an einen Drucker schicken (ohne wie sonst den DOS-Befehl copy nutzen zu müssen)

PrintFile

PrintFile ist ein Hilfsprogramm rund um das Ausdrucken von Dateien, deren Druck normalerweise Probleme macht. So können Sie insbesondere in eine Datei umgeleitete Druckaufträge (PRN und PS-Druckdateien) bequem an einen Drucker schicken. Ohne ein solches Programm müssen Sie das recht umständlich in der Befehlseingabe ("DOS-Fenster") mit Hilfe des Befehls "copy" durchführen.

Eine weitere, nützliche Besonderheit: PrintFile kann auch als spezieller Drucker-Spooler in der Art verwendet werden, dass es ein bestimmtes Verzeichnis überwacht. Wenn in dieses Verzeichnis eine Datei kopiert wird, druckt es diese sofort aus.

Beim Ausdruck unformatierter Textdateien können Sie praktische Einstellungen zum Layout vornehmen.

Hardware, Grafik/Monitor

Multimonitor-Taskbar

Neue Version 2.1 mit Tastatur-Shortcut zum Fenster-Verschieben.

Haben Sie auch eine Dualmonitor-Grafikkarte wie z. B. die Matrox G550 und verwenden diese im Zweischirm-Betrieb? Haben Sie dann nicht auch schon mal die Taskbar auf dem zweiten Bildschirm vermisst? "Oscar's" MultiMonitor-Taskbar schließt diese Lücke und - viel genialer noch - integriert in die Titelleiste der Windows-Fenster ein zusätzliches Icon, mit dem man ein Fenster (auch im Vollbild!) per einzelnen Mausklick von einem Monitor zum anderen switchen lassen kann. Für alle, die ein Dualmonitoring-System haben absolut genial - für alle anderen total uninteressant ;-).

Auf dieser Übersichtsseite des Programmierers gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Freeware-Tools. Und auch die kommerziellen Programme des Anbieters sind sehr interessant.

PDF-Anzeige:
DER Viewer für Texte, Grafik, Info-Dateien auf Postscript-Basis im PDF-Format.

Adobe Reader

Eine interessante Alternative ist der Foxit PDF-Reader

Der Adobe Reader (früher Acrobat Reader) stellt PDF-Dateien dar, wie man Sie z. B. im Internet und als elektronische Handbücher auf CDs mittlerweile überall findet. Es handelt sich um Info-Dateien mit Texten und Grafiken. Sie sollten keine älteren Versionen des Readers (vor 8.0) mehr einsetzen, da diese Sicherheitslücken enthalten.

Ein PDF-Reader ist quasi unentbehrlich, jedoch muss es nicht mehr unbedingt der von Adobe sein. Denn die ebenfalls kostenlose Alternative von Foxit Software, der Foxit Reader, ist in den meisten Belangen vergleichbar - aber dafür deutlich schneller im Aufrufen und Arbeiten. Wer viel mit PDF-Dateien arbeitet, sollte das Programm mal unbedingt ausprobieren.

PDF-/Acrobat: Turbolader für den Adobe Reader

Adobe Reader SpeedUp

Die neueren Versionen des Acrobat- bzw. Adobe-Readers zeichnen sich nicht mehr gerade durch entsprechende Performance aus. Das Programm Adobe Reader Speed-Up ermöglicht das Deaktivieren von bestimmten Plug-Ins, die vom Adobe Reader mitgeladen werden, aber nur in seltenen Fällen gebraucht werden. Durch dieses Ausschalten wird der Start deutlich beschleunigt.
PDF, Postscript:
Dateien anzeigen, bearbeiten, erzeugen, Formate konvertieren

GhostScript/GSView

PDFCreator

Dateien für einen PDF-Server auf Basis von GhostScript:

Adobe PostScript-Druckertreiber

PPD-Datei für Adobe PostScript-Treiber von Rumborak.de zum Konvertieren in PDF-Dateien

Redmon - Redirection Port Monitor (zum Übergabe von PostScript-Druckaufträgen an GhostScript)

PDF2SMTP-Script von Frank Carius

Bei Ghostscript handelt es sich um einen vielseitigen Postscript-Software-Interpreter (Postscript und PDF sind im Lexikon erklärt) mit dem man entsprechende Dateien (PS, PDF, EPS) auf jedem PC ansehen, konvertieren, teilweise bearbeiten und auch auf Nicht-Postscript-Druckern ausgeben kann. Das ebenfalls kostenlose Zusatzprogramm GSView dient v. a. der Anzeige von Postscript-Dateien. Zum Herunterladen/Arbeiten sollten Sie die Version mit AFPL-Lizenz verwenden; die GNU-Lizenz ist für die Distribution gedacht. Achten Sie auf die korrekte Version für Ihr Betriebssystem, da es Ghostscript für viele Plattformen gibt.

PDFCreator (Freeware mit GPL-Lizensierung): stellt einen PDF-Druckertreiber zum Erzeugen von PDF-Dateien in jeder Anwendung zur Verfügung und arbeitet daher im Prinzip wie das kostenpflichtige Adobe Acrobat. Wer's leistungsfähiger möchte, der sollte sich mit den nachfolgend beschriebenen bzw. aufgelisteten 4 Programmen bzw. Dateien einen PDF-Server erstellen.

Und das geht so:

Mithilfe des Original Adobe Postscript-Druckertreibers, der speziellen PPD-Datei von Rumborak.de (PPD-Datei ist im Lexikon erläutert), dem Programm RedMon und dem Script PDF2SMTP können Sie sich einen leistungsfähigen und höchst praktischen PDF-Server auf einem Rechner in ihrem LAN einrichten. Genaue Anleitungen dazu finden Sie hier und hier. Sowie in der Zeitschrift c't 06/2004.

Das Grundprinzip ist einfach: Sie installieren auf einem Rechner den Adobe Postscript-Treiber, der bei der Installation nach einer PPD-Datei fragt. Dort nehmen Sie die PPD-Datei von Rumborak.de mit der Beschreibung "PDF-erweitert". Diese stellt Ihnen dann im Druckertreiber die notwendigen Einstellungen zur Verfügung, um PDF-Parameter wie Einbetten von Schriften oder Kompression der Grafiken auswählen zu können. Da der Druckertreiber aber primär eine PS-Postscript-Druckdatei erzeugt, benötigen Sie noch den Redmon-Port-Monitor. Dieser erzeugt einen neuen Druckeranschluss (RPT1:), mit dem Sie den Adobe Postscript-Treiber verbinden (statt LPT1:). In der Konfiguration des umgeleiteten Druckeranschlusses müssen Sie nun noch das Script "PDF2SMTP" angeben. Dieses übergibt die Parameter des Druckauftrages an Ghostscript, erzeugt eine PDF-Datei, ermittelt den Benutzer im LAN, der den Druckauftrag erzeugt hat, generiert aus diesen Angaben eine Mail an diese Person und schickt sie über einen installierten Mail-Server an dessen E-Mail-Postfach zurück. Dazu benötigen Sie natürlich noch einen Mail-Server in Ihrem LAN, für den sich der ArgoSoft-Mailserver empfiehlt, den Sie ebenfalls in dieser Liste finden.

Hardware: CD-Laufwerk-Steuerung, Geräuschverminderung

CD-Bremse

hier gibt's eine Übersichtsseite mit verwandten Tools

Mit diesem kleinen, nützlichen Tool ist es möglich, die Geschwindigkeit eines CD- und/oder DVD-Laufwerkes so zu reduzieren, dass es nicht zu der sonst häufigen hohen Geräuschkulisse aufgrund von hohen Umdrehungsgeschwindigkeiten und den damit oft verbundenen Vibrationsproblemen kommt. Das Programm ist insbesondere dann interessant, wenn man einen PCs für Audio/Video-Wiedergabe verwendet (v. a. im Wohnzimmer, wo die hohen Arbeitsgeräusche von Standard-PCs ja eher nerven).

Office-Programm: (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation etc.) OpenOffice
(kostenlose Variante von StarOffice)

Die kostenlose Alternative zu MS-Office. Läuft unter Windows und Linux!

Systemerweiterung:
Explorer
MD Folder Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass der Explorer im Kontextmenü eines Ordner (im linken Fenster des Verzeichnisbaums, nicht in der rechten Detailanzeige!) nicht den wichtigen Befehl "Neuer Ordner" anzeigt? Auch unter Windows XP hat sich das nicht geändert. Das kleine Programm "MD Folder" behebt diesen Umstand. Klein, aber im Alltag sehr nützlich.
Grafikprogramm (Bitmap-Bearbeitung):
Editor für Fotos, Scans

Paint.NET

Benötigt als Voraussetzung die vorherige Installation von MS .NET Framework 2.0

Paint.NET ist ein lediglich unter Windows 2000, XP und 2003 Server laufendes Freeware-Bildbearbeitungsprogramm, das man als Konkurrent zu GIMP sehen kann. Jedoch unterscheidet es sich von ihm durch die Ausrichtung auf eine eher weniger professionelle Zielgruppe, die ein Programm mit üblicher Benutzeroberfläche bevorzugt.

Aufgrund der Tatsache, dass es auf dem MS .NET Framework aufsetzt, ist es nur wenige MByte groß, aber in der Ausführung auch nicht sonderlich schnell. Dafür hat es eine ansprechende, leicht zu lernende Oberfläche, verfügt über alle wesentlichen Grundfunktionen einer Bildbearbeitung und kann sogar mit Ebenen umgehen.

Dateianzeige, Viewer:
Viewer für Grafik, Video, Audio

IrfanView

XnView

IrfanView und XnView sind nützliche und schnelle Viewer für Grafiken (Bitmap-Formate wie JPEG, GIF, BMP). Man kann mit ihnen auch Videos abspielen und Audiodateien anhören, hier empfehle ich aber andere Tools. Nützlicher sind dagegen Zusatzfunktionen zum Bearbeiten von Grafiken, wie beispielsweise das verlustfreie Drehen von JPEG-Bildern.

Mir persönlich gefällt XnView deutlich besser als IrfanView, aber das sollte jeder mal durch einen kleinen Test selbst für sich herausfinden.

 

Hardware:
Analyse, Test, Information

SiSoft Sandra Lite

Die Lite-Version des Hardware-Analyse- und Testprogramms Sandra von SiSoftware ist für den privaten Gebrauch kostenlos. Sie können damit Ihre Hardware analysieren und testen lassen. Insbesondere die Performance-Teste sind bei Tuning-Maßnahmen eine angnehme Hilfe, weil Windows bekanntlich nicht sehr viele Systeminformationen gibt.

» Abschnitt 2 - Audio und Video «
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Programmtyp
Name, Link Erläuterung

Video:
Encoder und Konverter

Freeware

SUPER

SUPER (Simplified Universal Player Encoder & Renderer) ist ein geniales Tausendsassa-Programm zur Erzeugung, Konvertierung und - auf Wunsch auch zum Abspielen - von Videos in den unterschiedlichsten Formaten. Es wird insbesondere verwendet, um bereits vorhandene Videos in die moderneren MPEG-4/H.264-Formate zu konvertieren, die von mobilden Geräten wie iPod-Video oder Sony PSP verwendet werden. Sie können damit aber auch Audio-Dateien in die verschiedenen Formate umwandlen bzw. zwischen diesen hin- und herkonvertieren. Die Oberfläche ist leicht zu bedienen, "darunter" werkeln die derzeit besten Encoder aus der Open Source-Szene wie x264 für MPEG-4/H.264-Videos oder ffmpeg für MPEG-1/2-Videos.

Video:
Media-Player

Freeware

Media Player Classic - Home Cinema Edition

Kann ideal mit RealAlternative und Quicktime Alternative erweitert werden!

Der Media Player Classic basiert im User-Interface bzw. der Bedienung auf dem klassischen Media Player 6.x von Microsoft/Windows - wurde aber zusätzlich um sehr viele Funktionen erweitert. Er verfügt über eine einstellbare Tastatursteuerung, integrierte Dekoder für MPEG-Videos (auch MPEG-2!), kann Streaming-Video-Formate von Realmedia und Quicktime wiedergeben und vieles mehr.

Wem die modernen Media Player von Microsoft & Co zu überladen sind, der sollte sich das Programm unbedingt anschauen.

Video:
Video-Capture von DV-Band auf die Festplatte

Freeware

WinDV

WinDV ist ein kleines, eigenständiges Programm, um Videos von den Bändern eines DV-Camcorders per Firewire-Anschluss auf die Festplatte zu übertragen. Die meisten Videoprogamme (wie Pinnacle Studio oder Ulead VideoStudio) haben eine solche Funktion zwar eingebaut, sie ist aber oft unbequem bzw. unübersichtlich. Und es gibt ja auch Videoprogramme ganz ohne eine solche Funktion.

Wichtig: WinDV schreibt sowohl Type-1 wie auch auf Wunsch Type-2-AVI-Videodateien (ist im Lexikon erklärt unter dem Artikel "AVI-Videodateien). Außerdem besitzt es einen einstellbaren Puffer (per RAM-Speicher), der bei langsameren Rechner verhindert, dass es zum Wegfall einzelner Frames kommt, wenn die Festplatte das Video nicht schnell genug schreiben kann. Zusätzlich ist es möglich, die Videos in bestimmte Größen (z. B. maximal 4 GByte) zu beschränken bzw. schneiden zu lassen. Was wiederum auf älteren Systemen mit Windows 98 und FAT32 als Dateisystem angebracht ist.

Das Programm kommt zwar nicht an das kostenpflichtige ScenAlyzer heran, aber als Freeware ist es eine Alternative für diejenigen, die unbedingt eine kostenlose Lösung suchen.

Video:
MPEG-Schnitt/-Editor

Freeware

Cuttermaran

ProjectX (Projektseite ohne Download, den gibt's hier).

Cuttermaran ist tolles, einfach zu bedienendes Programm, um MPEG-2-Videos verlustfrei zu schneiden. Dazu müssen diese zuvor jedoch in ihre Audio- und Videospuren zerlegt werden (demultiplexed). Dazu kann man das Programm ProjectX verwenden (das aber eine installierte Java-Runtime von Sun zum Ablaufen benötigt). Zum Multiplexen des fertig geschnittenen Videos emfehle ich die Verwendung von TMPGEnc (siehe unten). Grundlagen-Erläuterungen zum Thema Mulitplexing/Demultiplexing sowie MPEG-Encoding und Schnitt finden Sie im PC-Lexikon.

Infoprogramm über Media-Dateien (verwendete Codecs, Überprüfung auf Fehler in der Datenstruktur etc.)

MediaInfo (Englisch+Deutsch)

MediaInfo ist ein kleines Tool, das man auch in das "Senden an"-Menü des Explorers integrieren kann. Damit lassen sich detaillierte Informationen über fast alle Audio- und Videodateien anzeigen. Insbesondere ist das Programm auch in der Lage, den verwendeten Kompressions-Codec anzuzeigen, selbst, wenn dieser nicht auf dem System installiert ist (damit haben viele andere nämlich ein Problem, wie auch Windows selbst). Ansonsten gibt's nicht viel zu erläutern, weil das Programm relativ selbsterklärend ist.

Das früher an dieser Stelle empfohlene Gspot ist veraltet und wird offenbar nicht mehr weiter entwickelt.

MPEG-Encoder und MPEG-Video-Editor

TMPGenc 2.5

Mit TMPGEnc kann man AVI-Video-Dateien in MPEG-1-und MPEG-2Dateien umwandeln. MPEG-2 wird aber nur für einen Zeitraum von 30 Tagen nach der Installation unterstützt. Die 37$ Registrierungsgebühren für die MPEG-2-Funktionen lohnen sich aber. Denn TMPGEnc ist - auch nach der Bestätigung vieler Zeitschriftenteste - der vielleicht beste MPEG-Encoder auf dem Markt (zumindest in seinem Preisbereich und bei MPEG-1). Im Programm sind auch "MPEG-Tools" integriert, mit denen man zumindest MPEG-1-Videos gut schneiden und v. a. (in Teilen vorliegende) fusionieren kann.

Hinweis: die neueren Versionen (seit 3.x) für ca. 60 Euro wurden hinsichtlich der Bedienung bzw. Oberfläche stark verändert, ob es so viel besser ist, mag man an der verfügbaren Demo selbst entscheiden. Die Encoding-Qualität wurde auch etwas verbessert, aber nicht wirklich sehr signifikant. Auf neueren Rechnern mit SSE2 oder SSE3-Unterstützung ist aber die Geschwindigkeit deutlich höher. Sehr ärgerlich und kritisch zu betrachten ist aber das neue "Periodische Lizenz-Validierungsverfahren", das regelmäßig über eine Internetverbindung die Lizenz überprüft. Bleibt zu hoffen, dass so ein Verhalten von Software-Herstellern nicht zur Regel wird.

Media Player

Zoom Player Home (US)

Sind Sie unzufrieden mit dem Windows Media Player? Dann sollten Sie sich mal den Zoom Player anschauen. Schlicht genial - wenn auch durch die vielen Funktionen für Einsteiger vielleicht etwas überladen.

Die Standard-Version ist frei, die Pro-Version kann als wesentlichen Unterschied zusätzlich DVDs abspielen (benötigt dafür aber einen zusätzlich installierten Software-DVD-Player/Decoder, beispielswiese durch eine installierte Version von WinDVD oder PowerDVD).

Dekoder bzw. DirectShow-Filter zum Abspielen von Video- und Audio-Dateien über gängige Media Player im System

ffdshow (Universal-Dekoder für Xvid, DivX3/4/5, MS-MP4v1/2/3, DV-Videos, MPEG1, MPEG2, MPEG4 --> genial, Freeware)

Windows unterstützt bekanntlich in der Grundausstattung nur das Abspielen weniger Video-Typen (beispielsweise MPEG-1, die verschiedenen Microsoft-Codecs, DV-Video und Indeo bis Version 5). Wer aber etwas neuere und/oder ungewöhnlichere Video-und Audio-Typen wie DivX, Xvid, MPEG-2, MPEG-4 oder Ogg Vorbis-Audio abspielen/dekodieren möchte, der braucht zusätzliche Dekoder. Diese kommen mittlerweile immer mehr als so genannte "DirectShow-Filter". Diese ermöglichen systemweit allen DirectShow-fähigen Playern bzw. Medien-Programmen eine Wiedergabe. Programme, die noch auf der älteren Video-für-Windows-Schnittstelle aufsetzen (wie z. B. VirtualDub) können mit den Filtern aber nichts anfangen. Die allermeisten modernen Media Player aber sehr wohl schon.

Audiobearbeitung:


Aufnahme-Programme

Open Source

Audacity
(Freeware-Version)

StationRipper
(Internet-Radio-Grabber, Freeware)

 

Audacity ist ein kompletter Wave-Editor zum Bearbeiten, Aufnehmen, Schneiden und Konvertieren von Sounddateien. Man kann damit auch MP3-Dateien erzeugen bzw. bearbeiten (letzteres allerdings nur mit Dekompression und erneuter Komprimierung).

StationRipper ist ein MP3-Stream-Grabber. Das Programm speichert die Lieder von Internet-Radios mit MP3-Stream (Shoutcast-Streams) als MP3-Dateien auf die Festplatte. Dabei werden anhand der vom Sender mit übertragenen Informationen über den gespielten Song einzelne Dateien erzeugt, die den Namen des Interpreten und Songs enthalten.

Eine interessante Alternative zum Station Ripper ist übrigens der ebenfalls in dieser Liste vorgestellte Quintessential Player. Er kombiniert einen Player mit einer Mitschnittfunktion, die man auf Mausklick während des Hörens leicht ein - und ausschalten kann.

Audio:

MP3-Schnitt (verlustfrei)

mp3DirectCut
(Freeware-Version)

 

Mit mp3DirectCut kann man MP3-Sounddateien verlustfrei (! - also ohne Rekompression) schneiden und auch die Lautstärke verändern (inkl. Ein- und Ausblenden).

Audio:

MP3s normalisieren (einheitliche Lautstärke)

mp3gain
(Freeware)

 

mp3gain ist genial! Man kann damit ganze MP3-Musiksammlungen auf eine einheitliche Lautstärke "normalisieren". Und zwar verlustfrei, d. h. die Qualität der Songs wird dabei nicht angetastet.

Was ziemlich angenehm ist, denn die Lautstärke der Songs aus verschiedenen Quellen bzw. CDs kann schon ganz schön unterschiedlich sein. Hinzu kommt, dass es immer mal wieder Hardware- oder Software-MP3-Player gibt, die bei zu lauten MP3-Stücken "clippen", d. h. bei Überschreitung einer kritischen Lautstärke keine saubere Wiedergabe mehr schaffen und verzerren.

Die Nutzung von mp3gain ist sehr einfach. In der Regel ist die "Track-Anpassung" (statt der "Album-Anpassung") angebracht. Man wählt die gewünschten Stücke, die man auf eine einheitliche Lautstärke bekommen möchte aus (auch aus verschiedenen Ordnern), wählt dann erst "Track-Analyse" und dann "Track-Anpassung". Fertig.

Ach ja, nicht ganz. Man sollte die Einstellung für die einheitliche Lautstärke beachten. Voreingestellt sind 89 dB. Was allerdings für manche Hardware-MP3-Player mit schwachen Ausgangsstufen zu niedrig (leise) sein kann. Ich würde stattdessen 92 dB empfehlen. Auch, wenn das Programm dann hier und da bei manchem Song die Gefahr von "clipping" anzeigt. In der Regel packen es die allermeisten Player bei dieser Lautstärke dennoch ohne Verzerrung.

Video-Player

Quicktime-Player (Standalone-Version ohne iTunes, ca. 20 MB)

Quicktime-Player (im Bundle mit iTunes, ca. 34,8 MB)

Ich empfehle statt dem Quicktime-Player möglichst die Verwendung von Quicktime Alternative

Quicktime ist neben MPEG und RealVideo das am weitesten verbreitete Video-Format im Internet. Seit Ende 2005 gibt es Version 7.x, die zumeist mit iTunes direkt gekoppelt ist. Die ca. 40 Euro teure Vollversion lohnt sich nach meiner persönlichen Meinung nicht.

Wer nicht auf die gleichzeitige Benutzung von iTunes angewiesen ist, dem empfehle ich statt dem Quicktime-Player die Verwendung des links angegebenen Quicktime Alternative, dass Quicktime-Mediendateien über den Media Player Classic (MPC) wiedergibt. Das erspart die Installation eines weiteren (nervigen) Mediaplayers, da der MPC außerdem auch RealMedia-Dateien und so ziemlich alle anderen Audio- und Video-Formate wiedergeben kann.

Audio-Player

Achtung: Sicherheitslücken in früheren Versionen. Achten Sie unbedingt auf aktuelle Versionen von Winamp (derzeit 5.24)!

WinAmp

WinAmp ist der Klassiker unter den MP3-Playern. Winamp ist besonders beliebt, weil es neben einem riesigen Funktionsumfang umfangreich im Aussehen und der Bedienung angepaßt werden kann. Mithilfe vielfältiger Skins (Oberflächen, z. B. eine im Stil von Bang & Olufsen-Anlagen) kann sich jeder seinen Wunschplayer gestalten. Mit der Version 5 wurde die Oberfläche neu überarbeitet, es kann aber auch weiterhin mit der alten weitergearbeitet werden (die weniger Prozessorbelastung verursacht). Zusätzlich gibt es diverse Fernbedienungslösungen (per Infrarot) für das Programm.

Tipp bzw. Hinweis: Sie finden, die 5er Version ist langsamer und unübersichtlicher als die alte, schlanke 2.91c-Version? Dann sollten Sie sich die "Light-Variante" herunterladen und diese nicht im neuen "Look" bzw. Skin betreiben, sondern im "Classic-Modus". Dann sieht sie nicht nur aus wie 2.91c, sondern ist auch genauso schnell.

Audio-Player:
Winamp-Plug-ins/Erweiterungen

AudioBurst PowerFX2

und

DFX 8 Audio Enhancer

PowerFX2 und DFX 8 sind beides klangverbessernde Erweiterungen für Winamp (DFX gibt es auch in Varianten für den Windows Media Player, RealPlayer und andere), die über psychoakustische Algorithmen mehr Dynamik, Räumlichkeit und Lebendigkeit in die Musik hineinrechnen. Ausführliche Informationen zu diesen sehr interessanten Plug-ins finden Sie im News-Bereich von pc-lexikon.info.

Audio-CD:
Ripper/Grabber

EAC

Exact Audio Copy ist ein kostenloses Programm zum Auslesen von Songs von einer Audio-CD auf die Festplatte. Es bietet erweiterte Funktionen, um die Tracks (Songs) von Audio-CDs möglichst fehlerfrei auszulesen. Angeblich bietet EAC dafür die beste Qualität.
Audio: MP3-Dateien erzeugen

LameEnc MP3-Encoding PlugIn bzw. Software

LameEnc ist eigentlich kein eigener MP3-Encoder, sondern ein Projekt, dass an einem freien, vom Frauenhofer-Institut unabhängigen Software-Codec für die MP3-Erstellung arbeitet. Der daraus entstandene Source-Code wird in Form einer DLL-Datei zur Verfügung gestellt bzw. meistens verwendet. Und zwar, indem diese als PlugIn in diversen Programmen (wie z. B. dem auch in dieser Liste empfohlenen Audiograbber) eingebunden wird. Wie das im Detail geht, können Sie zumeist den jeweiligen Programmen entnehmen (beim Audiograbber muss man die DLL-Datei nur in das Stammverzeichnis des Programms kopieren). Es gibt auch eine eigenständig lauffähige Version von LameEnc (also eine Exe-Datei), mit der man MP3-Dateien auch unabhängig bzw. eigenständig encodieren kann. Meistens ist die Einbindung der DLL-Datei als PlugIn in ein CD-Ripper-Programm am praktischsten.
Audio: Ogg-Vorbis Dateien erzeugen und abspielen

Ogg-Vorbis Encoder

Ogg-Vorbis DirectShow-Filter (Sammelfilter auch für Speex, Ogg Theora und Flac)

Wie im Lexikon unter "Audioformate" ausführlicher beschrieben, ist Ogg Vorbis eine freie, kostenlose Alternative zu MP3, die sogar eine höhere Klangqualität erreicht (v. a. bei hohen Kompressionsstärken).

Zum Abspielen mit einem beliebigen aktuellen Media Player (unter Windows) verwenden Sie am besten den links angegebenen Sammelfilter, der nicht nur Ogg Vorbis unterstützt, sondern auch noch drei weitere freie Medien-Formate, die aus den "Ogg Projekten" hervorgehen. Speex ist beispielsweise ein spezieller Audiocodec für Sprach, Theora ein noch in Entwicklung befindlicher Video-Codec.

Audio: verlustfreier Encoder Monkey's Audio

MP3-ähnliche Audiokompressionsverfahren haben den Nachteil, die Songs unter Qualitätsverlust zu komprimieren. Wer maximalen Wert auf Klang legt und auch mit Kompressionsraten von ca. 1:2 (statt 1:10 bis 1:12) leben kann, kann seine Songs mit Monkey's Audio komprimieren. Die Software ist einfach zu bedienen, die fertigen ".ape"-Dateien lassen sich über gängige MP3-Player (z. B. Winamp) per Plug-In wiedergeben und unterstützen sogar die ID3-Tags von MP3, sodass man auch seine MP3-Verwaltungsprogramme für diese Dateien verwenden kann.

Übrigens: ab Version 9 seiner Windows Media Tools erweiterte Microsoft sein WMA-Format um einen verlustfreien Codec. Was der taugt bzw. wie gut der handhabbar ist, habe ich allerdings noch nicht getestet.

Video: AVI-Dateien kombinieren (die zuvor gesplittet wurden)

AVI-MPEG RM WMV Joiner (Englisch)

Leider Shareware (10 Tage Test) und 25$ Registrierungsgebühr

Video-Dateien werden v. a. im Internet aufgrund ihrer Größe oft in mehrere Dateien gesplittet. Wer die wieder zusammenfügen will, kann dies mit VirtualDub tun (siehe Infos weiter unten). Jedoch ist das von der Handhabung etwas unpraktisch. Das links genannte Programm hat eine komfortable Drag&Drop-Oberfläche und beschränkt sich allein auf diese Funktion, was die Handhabung stark erleichtert. Es ist v. a. gut geeignet, um WMV-Dateien zu verbinden.

Leider benötigt es zum Verbinden von AVI-Videos auch die entsprechend auf dem System installierten Codecs. Alternativen wie Easy Video Joiner (auch 20$ Shareware) oder EO-Video Player/Joiner (sogar 35$) können AVI-Dateien auch ohne die dazugehörigen Codecs fusionieren - jedoch sind sie umständlicher von der Bedienung. Und in manchen Fällen gibt es ohne den Codec dennoch Probleme beim Zusammenfügen. Da eine Installation gängiger Codecs normalerweise kein Problem darstellt, spricht die Auswahl eher für den komfortablen RM-Joiner. AVI-Dateien kombiniert man ansonsten am besten mit VirtualDub (ebenfalls in der Liste aufgeführt).

Übrigens: trotz vollmundiger Versprechungen können alle 3 genannten Programme MPEG-Videos nach meiner persönlichen Erfahrung nicht immer unter allen Umständen fehlerfrei verbinden. Der EO-Video-Player/Joiner kann das noch am besten. Aber auch er versagt an manchen Videos - und wenn diese keine Tondatei enthalten, dann verweigert er die Zusammenarbeit komplett (zumindest in der von mir getesten Version). Der "Joiner" von TMPGEnc (zu finden im Datei-Menü unter "MPEG-Tools") funktioniert nach meiner Erfahrung besser und zuverlässiger - auch wenn die Bedienung zu wünschen übrig lässt.

» Abschnitt 3 - Internet & Netzwerk (Webpublishing-Tools extra) «
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Programmtyp
Name, Link Erläuterung

Sytem-Tool: Uhrzeit-Synchronisation mit Atomuhr

Windows Time Synchronizer

 

Wer Windows XP hat, kennt es vielleicht schon: die Möglichkeit, seine Systemuhr mit einem Zeitserver im Internet zu synchronisieren, der letztendlich sein Zeitsignal von einer Atomuhr bekommt. Der bekannteste dieser Zeitserver ist time.nist.gov, der bei Windows XP verwendet werden kann.

Wer nicht XP hat, braucht ein eigenständiges Programm dafür, dass der Windows Time Synchronizer von Wintimesync.com erfüllt.

Auch unter Win XP kann es Sinn machen, das Programm zu verwenden, weil dort erstens die Zeitsynchronisation standardmäßig nur einmal die Woche erfolgt und zweitens einer der beiden Server oft "überrannt" ist und es daher zu Synchronisationsstörungen kommt.

 

WebBrowser

Firefox-Browser
(deutsch)

Opera 9.x
(Deutsch)

Die reine Browser-Komponente aus dem Mozilla-Paket wurde unter der Bezeichnung Firefox ausgekoppelt. Wer kein Mail- und News-Programm braucht, kann sich das große Mozilla-Paket sparen und Firefox nutzen. Mittlerweile gibt es die finale Version 1.5.

Alternativ ist auch das norwegische Programm Opera zu empfehlen, zumal dieser Browser viele Erweiterungen bei der Bedienung (z. B. Mausgesten) hat - und seit Version 8.50 ebenfalls kostenlos ist. Mir persönlich gefällt Opera am besten. Außerdem gilt er als der Browser, der für Angriffe über Webseiten am sichersten ist. Störend bei diesem Browser finde ich nur, dass es nicht die Übernahme von HTML-formatierten Webinhalten per MIME-HTML in ein E-Mail-Programm unterstützt (ist im Lexikon erläutert).

Webbrowser-Erweiterung:

Achten Sie unbedingt auf die neuste Version! Sicherheitskritisch!

Sun Java JRE Laufzeit-Umgebung

Das Java Runtime Enviroment ermöglicht das Ausführen von Java-Programmen bzw. Applets auf einem PC  - entweder als kleine Programme oder in eine Webseite integriert. In den allermeisten Windows-Versionen (außer Win XP ab vorinstalliertem SP1) ist eine Java-Unterstützung von Microsoft enthalten. Aber diese beschränkt sich auf Java-Plug-ins für den Internet Explorer. Und bietet auch keine ganz so hohe Kompatibilität/Funktionalität wie das Original von Sun. Daher empfiehlt sich die Installation des aktuellen JRE quasi auf jedem PC.

Achtung: Achten Sie auf eine aktuelle Version, in früheren Laufzeitumgebungen sind z. T. gravierende Sicherheitslücken enthalten.

 

Fernsteuerung anderer Rechner (Remote Desktop)

-> siehe "Remote Desktop " im Lexikon

Ultra@VNC

Finale Version 1.02 seit Sommer 2006 (für WinXP immer noch am besten)

Version 1.0.4 seit Sept. 2007 im Release-Stadium, nur für Win Vista sinnvoll.

Ultra@VNC ist die (zumindest nach meinem Wissen) funktionsreichste und schnellste Variante des bekannten Open Source-Programms RealVNC, mit dem sich andere Rechner über ein Netzwerk (LAN oder auch Internet) fernsteuern lassen. Während das Ursprungsprogramm RealVNC noch ziemlich langsam ist und nur die notwendigen Grundfunktionen unterstützt, gibt es mittlerweile eine Reihe von Varianten bzw. Ergänzungen, um das Programm schneller und leistungsfähiger zu machen (beispielsweise TightVNC). In dem Ultra@VNC-Projekt wurden diese Bemühungen alle vereint bzw. zu einem Produkt gekoppelt. Herausgekommen ist ein extrem schnelles und von der Bedienung um tolle Funktionen erweitertes Programm, bestehen aus Server und Client. Der Server muss auf dem zu fernsteuernden Rechner installiert werden - vom Client aus holt man sich dann dessen Desktop in ein eigenes Programmfenster hinüber. Das tolle an den VNC-Varianten bzw. dem VNC-Protokoll ist, dass es von allen gängigen (Betriebs)Systemen unterstützt wird - von Windows über Linux bis zum Mac. In den neueren Versionen des Linux-Desktops KDE ist beispielsweise auch eine VNC-Unterstützung integriert. Alle VNC-Varianten sind untereinander kompatibel, lediglich auf die erweiterten Funktionen und erhöhten Geschwindigkeiten muss man evtl. verzichten, wenn man verschiedenen Clients und Server "mixt". Das besondere an Ulta@VNC ist ein neuer "Video"-Treiber, der die Performance der Fernsteuerung in einem LAN dramatisch verbessert. Außerdem kann man nicht nur den gesamten Desktop fernsteuern, sondern auch nur einzelne Fenster auswählen. Fazit: genial - und wesentlich besser als die in Windows XP eingebaute Remote-Desktop-Funktion von Microsoft.

Mailserver für das eigenen Intranet bzw. LAN

ArgoSoftMail Server

ArgoSoftMail Server ist ein kleiner, sehr einfach zu bedienender Mailserver (auf POP3, SMTP-Basis, Begriffe im Lexikon erklärt), mit dem man in einem Intranet bzw. einem lokalen Netzwerk mehrere Rechner per Mail verbinden kann. Damit ist es möglich, dass sich mehrere Personen in einer kleinen Arbeitsgruppe bzw. in einem Büro untereinander im LAN Mails zusenden können. Als Mail-Clients kann jedes beliebige Internet-Mail-fähige Programm wie Outlook oder Outlook Express dienen. Wer auf die Zusatzfunktionen eines teuren Exchange-Servers verzichten kann, hat mit dem Programm die Möglichkeit, mehrere Arbeitsplätze im LAN wenigstens per Mail zu verbinden. Alternativ ist es auch ganz interessant, um mal die Funktionen eines Mail-Servers zu testen. Natürlich kann man ihn auch als Mailserver im Internet verwenden, dann sollte man aber über eine feste IP-Adresse verfügen oder einen DynDNS-Dienst (im Lexikon erklärt) verwenden.

Vom Hersteller des Programms (Argosoft) gibt es noch eine Reihe weiterer Server (FTP, News etc.), die man sich ebenfalls von der Homepage runterladen kann. Der Mail-Server steht in einer nur wenig beschränkten Freeware-Version zur Verfügung - wer mehr Funktionen haben möchte, kann auch für ca. 50 $ eine Pro-Variante kaufen, die man als Shareware vorher testen kann.

FTP-Clients

FileZilla
(Freeware, Open Source)

FileZilla ist ein kostenloser, schneller, leistungsfähiger und auch sehr übersichtlicher FTP-Client, der so alle Basis-Funktionen bietet. Von allen mir bekannten kostenlosen FTP-Clients ist er der beste.

Was FileZilla 2.x bisher fehlt (soll in Version 3 kommen), ist eine Synchronisationsfunktion, mit der das Programm selbst automatisch erkennt, welche Dateien eines Webangebotes geändert wurden und auf den Server hochgeladen werden müssen. Normalerweise muss man für Clients mit so einer Funktion 50 Euro und mehr zahlen. Eine preiswerte, aber von der Leistung, Bedienung und Oberfläche dennoch sehr gute Alternative ist das deutsche Programm PSFTP. Man kann es als Shareware-Version 30 Tage testen. Die Standard-Version kostet ca. 20 Euro, die Pro-Version 35 Euro.

Datenfilter (gegen Popup-Fenster und vieles andres, konfigurierbar)

Proxomitron

Proxomitron ist ein genialer Filter gegen unerwünschte Internetdaten, der als Proxy zwischen den Browser und dem Netz geschaltet wird. Aufgrund umfangreicher Regeln kann man bestimmen, dass z. B. keine Werbepop-Fenster mehr angezeigt bzw. aufgemacht werden. Auf der verlinkten Seite findet man eine eingedeutschte Version des ursprünglich englischsprachigen Programms. Außerdem viele Hintergrundinfos.

Spam-Filter Spamihilator Ein kostenloser, lernfähiger bzw. trainierbarer Filter gegen Werbemails (Spam). Hab ihn selbst noch nicht ausprobiert, aber sieht vielversprechend aus
Netzwerk: Konfigurationsprogramm

Dr. TCP

NUR für XP! (unter Vista nicht mehr notwendig, da dort entsprechende Netzwerk-Einstellungen automatisch angepasst werden)

Dr. TCP ist ein kleines, komfortables Programm zum Einstellen von Netzwerk-Parametern wie der TCP/IP-Paketgröße, die man sonst normalerweise nur sehr umständlich in der Registry ändern kann. Es ist v. a. nützlich, um die Größe der so genannten MTU (Maximum Transfer Unit) einzustellen, die bei DSL-Verbindungen ins Internet eine Rolle spielt.

Während normalerweise die TCP/IP-Paketgröße in einem LAN 1500 Byte beträgt, sind es bei DSL 1492. Insbesondere beim Routing (z. B. über die Internetverbindungsfreigabe) von DSL in einem LAN sollte man die Paketgröße der Rechner von 1500 auf 1492 anpassen. Manche DSL-Treiber (wie der empfehlenswerte von Robert Schlabbach) versuchen, die Paketgröße automatisch zwischen Internet und LAN anzupassen bzw. umzurechnen. Aber mithilfe des kleinen Programms kann man hier leicht die optimale Einstellung selbst vornehmen.

Kommt es weder durch diesen Trick noch den DSL-Treiber zu einer korrekten Anpassung des MTU-Wertes kann bei DSL-Nutzung die Performance leiden - und kann es v. a. passieren, dass manche Webseiten ihre Daten nicht richtig übertragen. Am besten einfach mal selbst ausprobieren, ob's besser funktioniert.

» Abschnitt 4 - Sicherheit (Firewalls, Verschlüsselung etc.) «
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Programmtyp
Name, Link Erläuterung
Antiviren-Scanner

McAfee Stinger
(ca. 700-800 KByte)

Stinger von McAfee ist ein kostenloser Scanner, der nach den jeweils ca. 30 aktuellsten Viren sucht und diese zumeist auch entfernen kann. Es wird regelmäßig in einer neuen Version herausgebracht und sollte bei Vermutung auf einen Virenbefall immer in der aktuellsten Version heruntergeladen werden.

Anti-Spyware

Spybot

Spybot hat sich zu einem der beliebtesten (wenn nicht dem beliebtesten) Anti-Spyware-Programm überhaupt entwickelt. Es findet nicht nur entsprechende Programme, sondern kann sie auch entfernen. Außerdem hat es eine Art "Immunisierungs"-Funktion die (in Grenzen) vor neuen "Infektionen" schützt. Ebenfalls Freeware - und sehr empfehlenswert.

Achtung: aufgrund eines Microsoft-Sicherheitspatches gibt es derzeit (Juli 2007) Probleme mit der Immunisierungsfunktion von Spybot und dem gleichzeitigen Betrieb von Outlook 2000-2003 (Outlook 2007 ist nicht betroffen).

Anti-Adware/
Anti-Spyware
Ad-Aware Free-Edition Ad-Aware der Firma Lavasoft ist weiteres, empfehlenswertes Tool, um Spyware und Adware auf dem Rechner aufzufinden und teilweise auch zu entfernen. Es ist Freeware. Gegen 0190er Dialer hilft es allerdings nicht. Und mit einem Anti-Viren-Programm sollte man es auch nicht verwechseln.
Antiviren-Programm

AntiVir Personal Edition Classic

Ein kostenloser Virenscanner ist das deutsche Programm "AntiVir Personal Edition Classic " von Avira. Ich rate von der Verwendung eher ab, weil es keinen Viren-Schutz bei ein- und ausgehenden Mails gibt und die Updates nicht so schnell verfügbar sind. Auf PCs, mit denen man keine Mails empfängt und nicht so intensiv ins Internet geht, kann das Programm aber als Schutz ausreichen.

Wer allerdings lieber auf Nummer Sicher geht und (sinnvollerweise) Wert auf möglichst kurzfristige Updates mit neuen Virenprofilen/-Definitionen sowie einem Schutz gegen Viren im E-Mails Wert legt, sollte besser zum kostenpflichtigen Personal Antivirus von Kasperky oder NOD32 greifen.

Firewall-Testdienst LeakTest LeakTest von der Gibson Research Corporation ist ein kleines, kostenloses Programm, mit dem Sie Ihre Firewall testen können. Eine ausführliche Beschreibung würde jetzt hier zu weit gehen und befindet sich dafür auch zu gut und ausführlich auf der entsprechende Webseite des Herstellers... auf der es im übrigens sehr viele Hintergrundinformationen, Teste und weitere Tools rund um Firewalls und Internetsicherheit gibt.
» Abschnitt 5 - Webpublishing & HTML-Editoren «
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Programmtyp
Name, Link Erläuterung
Webpublishing-Programm

Phase 5

Phase 5 gilt als der leistungsfähigste deutschsprachige Freeware-HTML-Editor, der mit vielen PlugIns erweiterbar ist. Er bietet zwar keine Wysiwyg-Bearbeitung, dafür aber viele Hilfen beim Erstellen fehlerfreier HTML-Seiten. Wer mit CSS arbeitet, kann über ein PlugIn den bekannten CSS-Editor TopStyle einbinden.

Webpublishing-Programm

TopStyle lite

(Freeware, Pro-Version ist Shareware)

TopStyle ist ein bekannter CSS-Editor, der einem die Eingabe und Verwaltung von CSS-Befehlen für Webseiten erleichtert. Die abgespeckte Lite-Version ist Freeware, die leistungsfähigere Pro-Version kostet ca. 70 Euro. Das Programm lässt sich über ein PlugIn in den HTML-Editor Phase 5 einbinden.

Webpublishing-Programm

HTML-Tidy

(Freeware)

HTML-Tidy ist ein "Validator", also ein Programm zum Überprüfen der korrekten HTML-Syntax. Außerdem kann es HTML- in XHTML-konformen Code umwandeln. Das Programm bindet man am besten über ein entsprechendes PlugIn in den HTML-Editor Phase 5 ein.

Webpublishing
(Anleitung)

SelfHTML (Homepage)

Download als Datei

(ca. 7 MByte, kein direkter Download)

SelfHTML ist eine Anleitungen zum Webpublishing bzw. Erstellen von HTML-Seiten. Der Klassiker von Stefan Münz kann als komprimierte ZIP-Datei heruntergeladen werden - ansonsten empfiehlt sich die Online-Lektüre auf der genannten Website.

» Abschnitt 6 - Freeware für den Pocket PC (Windows Mobile 2002/2003) «
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Programmtyp
Name, Link Erläuterung

Synchronisation mit
dem PC (bzw. Outlook)

Freeware

Microsoft ActiveSync 4.5
(für Windows Mobile 5.x und 6.x)

ca. 3,78 MB

 

Die aktuelle Version des Synchronisations-Programms von Microsoft für jeden Pocket PC mit Windows Mobile 2002/2003 (SE) als Betriebssystem.

Kann kostenlos heruntergeladen und als Update über eine ältere ActiveSync-Installation "drüber-installiert" werden, wie man Neudeutsch so schön sagt.

ActiveSync ist nicht nur für den Datenabgleich mit Outlook zuständig, sondern regelt auch den Transfer von Dateien und Programmen (z. B. bei deren Installation) vom PC auf den Pocket PC.

Foto-Viewer

Freeware

XnView Pocket

ca. 0,7 MByte

 

Bei Windows Mobile 2003 wird zwar ein kleiner Bild- bzw. Fotobetrachter mitgeliefert, aber der erfüllt (wie meistens) nur die allernotdürftigesten Ansprüche. Was fehlt ist ein leistungsfähiges Programm mit Thumbnail-Browser und erweiterter Bildbetrachtung (Viewer) und evtl. einigen elementaren Bearbeitungsmöglichkeiten. Beim PC kennt man sowas von ACDSee oder IrfanView.

Das wohl beste Freeware-Programm für den Pocket PC in diesem Bereich ist XnView. Es hat eine Browser-Funktion mit Verzeichnisbaum und Thumbnails, einen Einzelbild- und Diashow-Betrachtungsmodus und wichtige Werkzeuge wie Umbenennen, Größenveränderung und ähnliches. Es ist recht flott und leicht zu bedienen. Einziges von mir schmerzlich vermisstes Feature ist die Fähigkeit, mit gedrücktem Stift den gezoomten Ausschnitt eines Bildes verschieben zu können. Stattdessen muss man mit etwas umständlichen horizontalen und vertikalen Bildlaufleisten arbeiten. Na ja, aber auch nicht so störend.

Wer eine noch leistungsfähigere Alternative haben will und bereit ist, ca. 25 $ auszugeben, der sollte zum Resco Photo Viewer greifen, das vermutlich leistungsstärkste Programm dieser Gattung für den Pocket PC.

Kleines Tool zur Desktop- bzw. Oberflächen-Erweiterung

Freeware

WIS Bar

alternativ und mit mehr Funktionen:

Icbar

ca. 90 KB

Achtung: die genannten Programme laufen leider nicht mit dem neuen Windows Mobile 5.0. Eine Alternative dafür ist:

vBar v2.2

 

 

WIS Bar und seine Abkömmlinge wie Icbar oder vBar sind höchst nützliche und dennoch sehr kleine Tools, die auf einen Pocket PC so eine Art Taskleistenfunktion nachempfindet, die man vom normalen PC kennt. Beide Programme beruhen auf einem gleichen, "ursprünglichen Wis bar". Die beim PPC oben liegende Symbol- bzw. Taskleiste hat ja den Nachteil, nicht wie unter Windows üblich, laufende Programme mit einem Icon anzuzeigen. Sodass man leicht übersieht, dass noch bestimmte Programme im Speicher liegen und nicht beendet wurden.

Nach der Installation von WIS Bar/Icbar/vBar lässt sich die obere Symbolleiste stark anpassen bzw. erweitern. Und zwar um eine verbesserte Uhr-/Datumsanzeige und die Einblendung eines Balkendiagramms zum Zustand des Arbeitsspeichers und der Akkuladung. Außerdem wird das Symbol eines jeden aktiven Programms in die Leiste eingeblendet, was dann die Taskleisten-Funktion von Windows simuliert. Über ein zusätzliches Pulldown-Menü kann man sich ebenfalls alle aktiven Programme anzeigen, jedes Programm von hier aus schließen und außerdem einen schnelleren Zugriff auf alle Systemeinstellungen bekommen. Als "Schmankerl" lässt sich der Pocket PC auch per Software-Befehl "reset-en" (kompletter Neustart mit Reboot).

Alles in allem: ich finde so ein Programm schlicht unverzichtbar, wenn man einen Pocket PC hat. Insbesondere, weil die Standard-Schließenschaltfläche von Windows Mobile Programme nicht schließt, sondern nur im Hintergrund minimiert. Was leicht dazu führt, dass der Arbeitsspeicher voll ist. Mit Wis bar oder Icbar geschlossene Programme werden auch wirklich beendet.

Icbar ist im Unterschied zu Wisbar funktionsreicher, insbesondere die Darstellung (Farbe, Buttons) lässt sich mit zahlreichen Skins anpassen. Außerdem kann man konfigurieren, was beim Anklicken eines Buttons genau geschieht. Dafür ist das Programm wiederum etwas komplexer und braucht etwas mehr Speicher. Leider läuft es genau wie Wis bar nicht unter Windows Mobile 5.0. Hier ist vBar eine Alternative, das aber nicht so schön und umfangreich wie Icbar ist.

Hinweis 1 zur Installation: Icbar ist eines der wenigen Programme, das nicht vom PC aus über ActiveSync auf den PPC überspielt wird, sondern auf diesem mithilfe einer Cab-Datei selbst. Dazu downloaden sie das Archiv auf der Webseite, entpacken es, wählen die zu ihrem Pocket PC passende Cab-Datei in Abhängigkeit von ihrem Prozessortyp (z. B. ARM) und kopieren die Cab-Datei in ein beliebiges Verzeichnis auf den PPC. Dort führen sie die Installationsroutine der Datei aus, indem sie mit dem Datei Explorer des PPC doppelt darauf klicken. Klingt kompliziert, ist es aber nicht.

Hinweis 2 zur Kompatibilität mit Intels PXA-Prozessor (z. B. in Asus A620): Beide Programme "meckern" bei der Installation auf einem entsprechenden Pocket PC mit einer Warnmeldung, dass der Betrieb unter Umständen nicht störungsfrei möglich wäre. Nach meiner Erfahrung laufen sie aber dennoch (die "ARM"-Version).

Datei-Management, Explorer-Ersatz

Freeware

Total Commander for Pocket PC

ca. 410 KB

 

Der Total Commander (TC) ist auch auf dem PC als wesentlich leistungsfähigerer Ersatz zum Windows Explorer bekannt. Nicht nur das übliche Datei-Management (löschen, finden, umbenennen, kopieren, verschieben etc.) geht damit besser. Sondern es sind auch Zusatzfunktionen wie zippen eingebaut.

Während die PC-Version des TC kostenpflichtig ist, ist die Pocket PC-Version Freeware. Und *wesentlich* besser als Microsofts "Datei Explorer" von Windows Mobile. Besonders störend ist, dass der Datei Explorer nicht über die Fähigkeit verfügt, Dateien in der "Detail-Ansicht" darzustellen, um weitere Attribute (Dateigröße, Datum etc.) anzuzeigen.

Dadurch entfällt auch die Möglichkeit, in langen Dateinamen zu scrollen. Da das kleine Display des Pocket PCs lange Dateinamen abschneidet, läuft das Dateimanagement mit dem Explorer bei Vorhandensein mehrerer Dateien mit langen Namen und gleichen Anfang (häufig bei Musik-Dateien eines Interpreten) auf einen Blindflug hinaus. Mit dem TC ist das alles kein Problem. Von daher: quasi ein Muss für jeden PPC-Nutzer.

Besonderer Hinweis: es ist mir ein tiefes, inneres Anliegen (;-)), an dieser Stelle meinem Freund Joachim die notwendige Ehre zukommen zu lassen, mich auf den TC als Tipp hingewiesen zu haben. Joachim ist seines Zeichens glühender Verehrer des TC und meint: dieses Programm dürfte keinem (Pocket PC)-Nutzer vorenthalten bleiben. Na denn, hiermit geschehen ... ;-)

PDF-/eBook-Reader

Freeware

Adobe Reader for Pocket PC

ca. 14 MB

 

Der Adobe bzw. Acrobat Reader (wie er früher genannt wurde) ist vom PC vermutlich den allermeisten Anwendern bekannt. Er dient zur Anzeige bzw. zum Lesen von Dateien im PDF-Dokumentenformat. Auf dem Pocket PC hat es eine besondere Bedeutung, weil sich damit auch bestimmte eBooks für solche kleinen mobilen Geräte anschauen bzw. lesen lassen.

eBooks kann man im Internet von verschiedenen Anbietern kaufen, z. B. in Form diverser Romane. Jedoch ist die anfängliche eBook-Euphorie eine recht starken Ernüchterung gewichen. Insbesondere auf Pocket PCs mit ihren recht kleinen Bildschirmen macht das Lesen großer Texte nicht so viel Sinn. Dann doch lieber ein Hörbuch in einem der gängigen Audioformate (z. B. MP3) kaufen und mithilfe des MortPlayers sich z. B. im Auto vorlesen lassen ;-)

Audio-Player
(MP3, Ogg Vorbis, Wave)

inkl. Timer-Funktion (PPC als Wecker benutzen).

Freeware

MortPlayer

ca. 700 KB

 

Angeblich soll der bei gängigen Pocket PCs mitgelieferte Windows Media Player ja MP3-Dateien abspielen können. Bei den mir zur Verfügung stehenden Geräten kann er das aber nicht. Und selbst wenn: gegenüber dem MortPlayer hat das Programm in puncto Bedienung und Funktionsumfang keine Chance.

Der MortPlayer ist schlicht genial, ich wünschte, das Programm gäbe es auch für den richtigen PC. Er spielt die Audio-Formaten MPA/MP2/MP3, Ogg Vorbis und Wave ab (aber kein WMA). Zur Verwendung im Auto lässt sich die Anzeige auf einen "Car Screen" umschalten, bei dem alle wichtigen Tasten so groß dargestellt werden, dass eine Bedienung mit dem Finger möglich ist. Klanganpassungen, Favoriten- bzw. Playlistenfunktion und Timer-Aktivierung (--> Pocket PC morgens zum Wecken benutzen) sind ebenfalls dabei. Und wer möchte, kann das Design auch noch mit einem von zahlreichen Skins verbessern. Mir persönlich gefällt "Alu Chrome Silver" ganz gut. Last but not least gibt es ein Plug-in für den "Heute"-Bildschirm des Pocket PCs, mit dem man den Player von dort aus auch steuern kann, während er im Hintergrund läuft.

Video-Player
(AVI mit DivX/Xvid, MPEG-1, MP4, WMV Matroska-Files uvm.)

Hat auch Audio-Player-Fähigkeiten (MP3, Ogg Vorbis, AAC etc.)

Freeware, Open Source

Hinweis: Erläuterungen aller wichtigen Audio- und Video-Begriffe sind im Lexikon erklärt.


The Core Pocket Media Player (TCPMP)

ca. 700 KB

 

 

Ähnlich wie bei den Audio-Dateien bietet Windows Mobile 2002/2003 nur sehr beschränkte Wiedergabe-Möglichkeiten für Videos. Der mitgelieferte Windows Media Player kann nur die Microsoft-eigenen Formate WMA und WMV wiedergeben. Und glänzt dabei auch nicht gerade durch gute Bedienung.

Wer MPEG-Videos (MPEG-1, für MPEG-2 reicht meistens die PPC-Performance nicht aus, außerdem sind für Decoder Lizenzgebühren notwendig) abspielen will oder gar AVI-Videos mit dem gängigen DivX-Codec, der braucht einen zusätzlichen Player. Zur MPEG-Wiedergabe wird oft das (für Privatanwender kostenlose) PocketTV Classic empfohlen. Dieses Programm bietet zwar eine recht gute MPEG-Wiedergabe-Qualität, kann aber nur MPEG-1-Videos wiedergeben. Und verfügt nicht mal über eine Abspielfunktion für mehrere Videos hintereinander (Playlisten-Support). Außerdem ist es nur in der Classic-Version und nur nach Registrierung sowie nur für Privatanwender kostenlos.

Ganz anders der TCPMP. Das Open Source-Programm ist komplett Freeware, kann neben MPEG-1 auch diverse andere Video-Formate wiedergeben (seit der neuen unstable-Release 0.096 auch WMV-Videos) und bietet neben Playlisten-Support auch viele andere gute Bedienungsfunktionen. Es ist flott, leicht zu bedienen, bietet meiner Einschätzung nach eine sehr gute Wiedergabequalität und unterstützt als einziger mir bekannter PPC-Videoplayer sowohl MPEG- wie auch DivX-/Xvid-Wiedergabe.

Darüber hinaus kann der TCPMP auch Audio-Dateien wiedergeben. Hinsichtlich der Bedienung und des Funktionsumfangs würde ich für diesen Einsatz allerdings den MortPlayer vorziehen.

Video-/Audio-Player
(für Realmedia-Dateien)

Freeware


RealPlayer for Pocket PC

ca. 1,1 MB

Der RealPlayer dürfte vom PC bekannt sein, sie finden zu ihm bzw. den Produkten von Real Networks auch im Lexikon einen Artikel. Damit man Realmedia-Audio- und Videodateien auch auf dem Pocket PC wiedergeben kann, gibt es den Player auf der angegebenen Seite kostenlos herunterzuladen. Allerdings wünscht der Hersteller vorher die Angabe einer E-Mail-Adresse, Postleitzahl und Landesangabe - was man da einträgt, bleibt aber jedem selbst überlassen ;-)

Hinweis: derzeit gibt es von der neueren Version 1.1 ein Preview Release, das bereits RealVideo 9 unterstützt. Nach meiner Erfahrung läuft es problemlos.